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6. Alterk. 2010 |
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7. Zürcher Alterskonferenz 2011
mit Teilnehmerrekord
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«Und erstens kommt es anders…»
Hans Zürrer |
Der Referatstitel von Monika Weber «Und erstens kommt es anders...» hätte sich auch als Überschrift zur 7. Alterskonferenz zum Thema «Wie wohne ich im Alter?» bestens geeignet. Die Planung der Zukunft hat eben viel mit Veränderungen zu tun, welche nicht einfach vorausgesagt werden und sich altersbedingt plötzlich ergeben können. Mit über 400 Personen verzeichnete die Zürcher Alterskonferenz einen Teilnahmerekord; der Weisse Saal im Zürcher Volkshaus platzte aus allen Nähten. Der Hauptgrund des grossen Zustromes lag sicher in der Wahl des Themas. Und die Referentinnen und Referenten wirkten wohl als Magnet.
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Die Art des Wohnens ist immer abhängig von einer Vielzahl von Kriterien, die sich laufend verändern können. Davon sind besonders ältere Menschen betroffen, die sich durch plötzliche Veränderungen, sei es in der Gesundheit, sei es in einer Einschränkung der Mobilität, für eine neue Wohnsituation entscheiden müssen. Das gilt nicht nur für sich selbst, auch die nächsten Angehörigen können davon betroffen sein. Die Gesundheit selbst ist ja leider nicht einfach käuflich. Jedoch können gewisse Dienstleistungen zur Überbrückung von Krankheit, von Defiziten in der Mobilität, in der Selbstversorgung immer mehr eingekauft werden, sei es im nächsten Spitex-Zentrum, sei es in einer nahegelegenen Altersresidenz.
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Bei der Frage «Wie wohne ich im Alter?» sind es vorerst meist architektonische Probleme, die in den Vordergrund treten. Ist die Wohnung leicht zugänglich, sind die Räume, der Balkon beispielsweise schwellenlos? Sind Bad, Badewanne oder Dusche altersgerecht gestaltet? Das heisst aber auch, dass der alternde Mensch die abnehmenden körperlichen Fähigkeiten zu akzeptieren beginnt. Für die meisten älteren Leute heisst das Ziel unabhängig zu bleiben, ohne fremde Hilfe in den eigenen, gewohnten vier Wänden so lange wie möglich verbleiben zu können. Dem kommt entgegen, dass bauliche Anpassungen heute nicht nur für Eigenheimbesitzer möglich sind, auch die Hauseigentümer wissen darum und beginnen sich anzupassen, wie an der Konferenz zu erfahren war. Auch Neubauten und Mietwohnungen werden zunehmend altersgerecht gestaltet und so auf dem Markt angeboten.
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Wie wohne ich im Alter? |
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Hauseigentümer, Architekten, Gerontologin, Beraterin, Politikerin
und ein Städteplaner geben Antwort |
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Altersgerecht gebaut für Eigentümer und Mieter?
Ansgar Gmür lic. oec. publ.,
Direktor Hauseigentümerverband Schweiz, HEV |
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Alternative Wohnformen in der zweiten Lebenshälfte
Regina Walthert
Dipl. Arch. ETH, Gerontologin MAS |
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Die eigenen vier Wände…?!
Simone Gatti
Coach für altersgerechtes Wohnen |
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Und erstens kommt es anders….
Monika Weber
a. Ständerätin, a. Stadträtin Zürich |
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Was macht der Einsiedlerkrebs in der Kuschelecke
Patrick Gmür
Dipl. Arch. ETH/SIA BSA, Direktor Amt für Städtebau Zürich |
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| Wie wohne ich im Alter? |
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Anton Schaller |
Wohnen ist so elementar, wie essen und trinken, wie atmen und bewegen, wie ruhen und schlafen. Aber wo wohne und wie wohne ich im Alter? Eines ist sicher und wird uns mit dem Älterwerden immer bewusster: der «Vorrat an Zukunft schwindet», wie es Franz Hohler so klar und unmissverständlich ausdrückt. Ja, man wird älter, ob man es wahrhaben will oder nicht. Und die Bedürfnisse verändern sich zusehends. Die Lust einen Garten sorgsam und voller Engagement zu hegen und zu pflegen beispielsweise nimmt ab, obwohl die Blumen erfreuen, der satte Rasen «Gärtner» und Gäste immer wieder von Neuem imponiert? Treppensteigen wird zum Problem, die schwere Einkaufstasche drückt aufs Tempo, das Atmen fällt schwerer. Was tun? |
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Umziehen, frühzeitig ins Altersheim ziehen, in eine spezielle Alterswohnung mit Betreuung, ganz nah am Pflegeheim, um für alles gewappnet zu sein. Oder ganz anderes: in eine so genannte Residenz umziehen, die alles bietet, in eine kleinere Wohnung ohne Betreuung wechseln, vom Einfamilienhaus in ein Mehrgenerationen-haus umziehen, gar in eine Wohngemeinschaft wie damals in der Studentenzeit, wo man sich im Alter gegenseitig stützt, betreut und später gar pflegt? |
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Oder eben bleiben in den lieb gewonnen eigenen vier Wänden, obwohl die Wohnung seit dem Auszug der Kinder zu gross, zu aufwendig, aber besser bezahlbar, weil schon lange nichts mehr gemacht worden ist, mit der Gefahr doch noch gekündigt zu werden. Das Badezimmer ist aber zu klein, es ist keineswegs altersgerecht ausgestattet. Und da stellen sich plötzlich Fragen: Darf ich das Badezimmer altersgerecht ausstatten, darf ich selber eine Dusche einbauen? Was sagt der Vermieter, welche Rechte habe ich als Mieter. Oder ganz anders rum: Ziehe ich aus dem Eigenheim, aus dem Einfamilienhaus aus, verkaufe das Objekt, kaufe mir eine Eigentumswohnung in der Stadt, gar am rechten Zürichseeufer mit Blick auf den See, verlasse damit das mir sozial bekannte Umfeld und passe mich neu an, an die Nachbarn, an die Gemeinde, an die neuen Einkaufsmöglichkeiten. Die Wohnung altersgerecht gestaltet, ohne Schwellen, erschlossen mit einer Tiefgarage, mit einem Rollstuhl gängigen Lift. Oder noch ganz anders: Ich vertraue auf meine Kräfte, warte ab bis es vielleicht zu spät ist und hoffe insgeheim, dass es die eigenen Kinder dann schon richten. Und im Hintergrund, die oft alles entscheidende Frage: Was kostet denn das alles? Was kann ich mir leisten? Fragen über Fragen. Die 7. Alterskonferenz greift diese Fragen auf. |
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Ansgar Gmür, der Direktor des Schweizerischen Hauseigentümer-Verbandes nimmt zu Mieterfragen Stellung, die an Vermieter und Hausbesitzer gerichtet sind. Wann darf ein Mieter seine Wohnung altersgerecht gestalten, wer hat dafür aufzukommen. Und: Was unternimmt der Hauseigentümer-Verband zur Frage: Wie wohne ich im Alter? |
Regina Walthert, diplomierte Architektin und Gerontologin, informiert über ganz neue Wohnformen, über Wohngemeinschaften, über Modelle, die erprobt werden, von älteren Menschen, die Neues wagen. Wie der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf, der in vielen Publikationen immer wieder als das Beispiel einer aktiven Neuorientierung aufgeführt wird. Hennig Scherf, der mit anderen älteren Ehepaaren zusammen ein Haus kaufte, das Objekt umbaute, altersgerecht gestaltete und heute gemeinschaftlich bewohnt. Mehr noch. Die Gemeinschaft ist so eingerichtet, dass auch eine Pflege gewährleistet werden kann. |
Die ehemalige Ständerätin und Zürcher Stadträtin Monika Weber spricht über ihre Erfahrungen, über ihre Wohnform, die sich anders gestaltete als sie es sich vorgenommen hatte. Heute wohnt sie, seit 6 Jahren, zusammen mit ihrer Mutter in einer neuen Wohngemeinschaft. Simone Gatti, hat grosse Erfahrungen als Coach in Wohnfragen. Sie kommt aus der genossenschaftlichen Bewegung, sie weiss, wie man heute Generationen übergreifend planen und projektieren kann, wie man alters-gerechtes Wohnen fördert und entwickelt. Und schliesslich Patrick Gmür, Direktor des Amtes für Städtebau in der Stadt Zürich referiert darüber, wie die Stadt künftig entwickelt werden muss, dass es sich auch im Alter lohnt, in der Stadt zu bleiben, in der Stadt zu wohnen. Und er beantwortet die Frage: Wie sieht das ideale Wohnen am Lebensabend aus? |
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