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Newsletter 07/2011
Dezember 2011 |
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3. Zusammenkunft 2011 Forum 50plus-ZRV,
für Delegierte von Kollektivmitgliedern und Partnerorganisationen.
zum Thema Seniorenpolitik 2011:
“ Rück- und Ausblick aus Sicht der Pro Senectute
des Kantons Zürich“
Von Hans Rudolf Schuppisser, Vizepräsident ZRV
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Zum dritten ZRV-Forum 50plus im Quartiertreff Hirslanden konnte der Präsident Anton Schaller nebst dem Referenten auch zwei Vertreterinnen des „Kompetenzzentrum für Plastizität im Alter“ der Universität Zürich, als Gäste begrüssen.
H.R. Schuppisser, Forumsverantwortlicher, stellte den Referenten vor, Franjo Ambroz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Pro Senectute Zürich/
Schaffhausen, (im Folgetext PSZH). Herr Ambroz verstand es, den zahlreichen Anwesenden die vielfältigen Tätigkeiten der Pro Senectute im Kanton Zürich nahe zu bringen. Er vermittelte den Zuhörenden dabei auch das Bild eines Kantons mit 171 gänzlich unterschiedlichen Gemeinden; unterschiedlich vor allem auch was die Alterspolitik anbetrifft. Nur schon die holperige Einführung der revidierten Pflegeversicherung per 1.1. 2011 illustrierte dass wohl eine Mehrheit der Gemeinden von diesem neuen Pflegefinanzierungskonzept überrascht und gefordert - zum Teil gar überfordert wurde. |
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Da der Kanton Zürich, als einer der wenigen von 26 Kantonen, keine erkennbare Alterspolitik und kein Altersleitbild hat, konnte und musste PSZH bei der Einführung der neuen Pflegefinanzierung beratend eingreifen. Dies damit die Revision wenigstens im Hinblick auf das Jahr 2012 - parallel zur neuen Spitalfinanzierung im Kanton Zürich - gesetzeskonform abgewickelt wird. Ein Beispiel nur, das aufzeigt, dass sich PSZH, seit ihrem Gründungjahr 1917 in Winterthur, vom reinen „Hilfswerk für bedürftige Greise“ zu einer Dienstleistungs-Organisation - mit 330 Mitarbeitenden (190 Vollzeitstellen) und ungefähr 3000 Freiwilligen - entwickelt hat. |
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PSZH ist regional organisiert mit Standorten/Dienstleistungscenters in Zürich (DC Zürich), Bülach (DC Unterland/Furttal), Winterthur (DC Winterthur und Umgebung/Weinland), Wetzikon (DC Oberland), Meilen (DC Pfannenstiel), Horgen (DC Zimmerberg) und Schlieren (DC Limmattal/Knonaueramt). Die Dienstleistungen sind vielfältig und gehen von Sozialberatung über Hilfen zu Hause, Finanzberatung mit Betreuung, Freizeitgestaltung hin bis zur institutionellen Beratung,wie es das angeführte Beispiel "Pflegefinanzierung" zeigt. |
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Bei der anschliessenden Gesprächsrunde zeigte sich, dass diese regionale PSZH-Organisation, mit ihrem breit gefächerten Angebot, den meisten Forums-Anwesenden nicht wirklich bekannt war. So musste und konnte Herr Ambroz viele Fragen beantworten. Dabei ergab sich unter anderem, dass auch Pro Senectute alterspolitische Probleme erkennt und daraus politische Forderungen an den Kanton und den Bund ableitet.
Aus Sicht des ZRV ergeben sich damit einige wichtigen Berührungspunkte wie zum Beispiel die Pflegefinanzierung. Diesbezüglich wurde vereinbart, dass PSZH und ZRV in Kontakt bleiben, um allenfalls gemeinsam beim Kanton vorstellig zu werden. |
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Anschliessend wies Anton Schaller auf kommende Veranstaltungen hin und erwähnte das geplante, reichhaltige ZRV-Eventprogramm für das Jahr 2012 - mit besonderem Hinweis auf die ZRV-Generalversammlung vom 29. März 2012.
Die Idee der, seit zwei Jahren, vom ZRV initiierten 50plus-Foren „zur Förderung der Kontakte unter den diversen Altersinstitutionen“, ist numher beliebt und scheint sich zu bewähren/etablieren.
H.R. Schuppisser orientierte über die nächsten Forumstermine 2012, für Delegierte von Kollektivmitgliedern und Partnerorganisationen: 14. März in Winterthur; 10. Mai in Zürich, 23.November in Zürich. Alle Veranstaltungen werden laufend separat kommuniziert (Einladungen).
Und „last but not least“ folgte der traditionelle Ende-Jahr-Apéro, der die Gläser zum Klingen brachte und zu regem Gedankenaustausch unter den Teilnehmenden animierte. |
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Newsletter 06/2011
November 2011 |
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Die Genossenschaft neu entdecken |
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Demenz: Wie Senioren untereinander solidarisch sein könnten |
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Von Anton Schaller, Präsident ZRV |
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Ein Gespenst geht um: Demenz. Immer mehr ältere und immer mehr alte Menschen sind davon betroffen. In den Medien wird die Krankheitserscheinung immer mehr zum zentralen Thema. Bei Günther Jauch im Ersten Deutschen Fernsehen war ein Mann präsent, dem vor einiger Zeit die Diagnose „Alzheimer“ vermittelt wurde, der sich mit seiner Partnerin einstellt auf das Fortschreiten der Krankheit. Den letzten Montag widmete das Schweizer Radio den ganzen Vormittag der noch wenig erforschten Krankheit. Bei Sandra Maischberger, wiederum bei der ARD, stritten die Diskutanten über die geringen Renten in Deutschland und landeten, wohl eher ungewollt, bei Alzheimer und den Folgen. |
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In der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ beschreibt der Schweizer Journalist Walter Däpp behutsam, einfühlsam berührend den Freitod der Künstlerin Erica Bolinger, die sich 61-jährig mit einem Lächeln auf dem Gesicht mit der Hilfe von Exit der fortschreitenden Krankheit entzog. Sie wollte nicht weiter darunter leiden, wollte ganz bewusst noch selber entscheiden, wollte weder ihrem Mann noch der Gesellschaft zur Last fallen, verabschiedete sich deshalb zwei Jahre nach der Diagnose Alzheimer für immer von der Welt. |
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Die Prognosen, wie sich die Krankheit weiter verbreiten, die Erkenntnisse, wie die immer älter werdende Gesellschaft in welchem Ausmass von der Krankheit in Mitleidenschaft gezogen wird, sind noch ungenau, die Krankheit noch nicht präzis erforscht. Die Wissenschaft arbeitet weltweit fieberhaft daran. Sie versucht die Ursachen zu ergründen, versucht Therapien, Medikamente zu entwickeln, um die Krankheit möglichst zu stoppen, zu heilen, zumindest zu hemmen. Auch an der Universität Zürich und in den angeschlossenen Kliniken wird fieberhaft nach neuen Erkenntnissen geforscht, ist bereits ein Medikament entwickelt worden, das zwar auf Alzheimer einwirkt, aber derart starke Nebenwirkungen auslöst, dass es nicht, oder noch nicht, einsetzbar ist. |
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Niemand ist vor dieser Krankheit gefeit. Wir müssen uns auf deren weitere Verbreitung einstellen, ob wir wollen oder nicht. Wir müssen uns darauf einstellen, dass trotz fieberhaftem Forschen nicht so schnell ein Medikament zur Verfügung stehen wird, das Alzheimer hemmt, gar heilt. Wir müssen letztlich die notwendigen Kliniken, Pflegeeinrichtungen zur Verfügung stellen. Und wir müssen uns schliesslich darauf einstellen, dass die Erkrankungen das Gesundheitswesen belasten werden, die Gesundheitskosten und so auch die Krankenkassenprämien ansteigen lassen. |
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Lothar Späth, der frühere baden-württembergische CDU-Ministerpräsident und Zeiss-Sanierer in der ehemaligen DDR, hatte in der Sendung bei Sandra Maischberger einen Trost parat: Wir müssen den Genossenschaftsgedanken neu entdecken. In der schwäbischen Gemeinde Riedlingen hätten sich die älteren Menschen zu einer Genossenschaft zusammengefunden: „Genossenschaft Senioren Tagespflege“ heisst die Institution, kurz „Senioren für Senioren“. Alle könnten Genossenschafter werden. Die Aktiven würden die Kranken pflegen, die Kranken würden es den Aktiven danken. Jeder Helfende könnte pro geleistete Stunde 8 EUR verrechnen. Er könne sich die Stunden aber auch gutschreiben lassen, als Gutscheine, die er dann einlösen könne, wenn er dannzumal Hilfe brauche. So sei dann auch der zu Pflegende nicht auf Almosen, auf Hilfeleistungen angewiesen, die ihn in seinem Kranksein beschämen könnten; er hätte diese Leistungen durch seine frühere Leistungen als Aktiver bereits bezahlt. |
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In der Tat: Das Beispiel ist nachahmenswert. Die Idee ist aufzugreifen, natürlich auf unsere Verhältnisse anzupassen, auch oder gerade in der Schweiz, in der Eidgenossenschaft, wo der Genossenschaftsgedanke grosse Tradition hat. Erinnert sei an Alpengenossenschaften, die noch heute funktionieren und nicht zuletzt an Coop und an die Migros, die ja auch als Genossenschaften gegründet wurden und noch heute als Grosskonzerne – genossenschaftlich organisiert – sehr erfolgreich zu wirtschaften wissen. |
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In Küsnacht/Erlenbach, in Zollikon, in Meilen gibt es „Senioren für Senioren“-Gruppierungen bereits, als Vereine bestens organisiert. Auf dieser Grundlage wäre es zu einer Genossenschaft nach dem Vorbild Riedlingens ein leichter Weg. Sie müssten ihre bisherigen Leistungen unter professioneller Hilfe auch auf die Pflege ausdehnen. Die Gemeinden könnten Pate stehen, müssen sie doch schon jetzt in der neuen Pflegeversicherung einen höheren finanziellen Anteil gegenüber der alten Regelung leisten. Und ein Tipp: Man kann auch direkt eine Genossenschaft gründen. |
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Newsletter 05/2011
Oktober 2011
Artikel von Anton Schaller
erschienen in der NZZ Nr. 244 vom 19.10.2011 |
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Für eine neue Alterspolitik |
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Altersfragen - keine Glanzleistung des eidgenössischen Parlamentes
Das eidgenössische Parlament hat in den letzten vier Jahren in Sachen Altersfragen nicht geglänzt. So ist beispielsweise die 11. AHV-Revision am Veto der beiden Polparteien gescheitert. Die SVP und die SP wollten keine Kompromisse eingehen. Die Schweiz aber braucht eine neue Alterspolitik. |
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Die gängige Alterspolitik reicht nicht mehr aus. Angesichts der demografischen Entwicklung ist ein Umdenken nötig. Der Begriff «dritte Generation» wird den unterschiedlichen Realitäten der älteren Leute nicht mehr gerecht. Das Renteneintrittsalter 65 muss flexibel werden. Die Innovationskraft, das grosse Wissen, die Lebenserfahrung der aktiven älteren Menschen müssen von Gesellschaft und Wirtschaft genutzt werden. Die Rentnerschaft selber hat nicht nur eine Verpflichtung gegenüber den jüngeren Generationen, sie hat auch einen Solidaritätsbeitrag innerhalb ihrer eigenen Generation zu leisten. Kurz: Eine neue Alterspolitik braucht unser Land. Und ein Parlament, das sich dieser Fragen ernsthaft annimmt. |
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| Die Baustellen |
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Die Leistung des eidgenössischen Parlaments in den letzten vier Jahren ist in Altersfragen bescheiden. Die 11. AHV-Revision war ein Desaster. SVP und SP versenkten die Vorlage, waren zu keinem Kompromiss fähig. Die SP wollte die durch das Erhöhen des Frauenrentenalters auf 65 Jahre frei werdenden 900 Millionen Franken für die Flexibilisierung des Renteneintrittsalters einsetzen, der Bundesrat wollte 400 Millionen dafür freimachen, die SVP keinen Franken. Die Pflegeversicherung, die am 1. Januar 2011 in Kraft trat, wurde so schludrig verfasst, dass Pflegeheime einfach die Pensionspreise erhöhen und so – gegen den Willen des Gesetzgebers – Pflegekosten, welche die Kantone und Gemeinden tragen müssten, auf die Pflegepatienten abwälzen können. |
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Das Parlament geht nach wie vor davon aus, dass die älteren Menschen nur eines wollen: möglichst lange unabhängig bleiben. Selbst die wenigen Politiker, die sich der Altersthemen annehmen, stützen gern diese These. So kann die Politik die Altersprobleme und deren Kosten der Eigenverantwortlichkeit überlassen. Die Politiker haben noch nicht erkannt, was für die Wissenschaft heute klar ist: Die «dritte Generation» ist keine in sich geschlossene Gruppe mehr. Der Altersforscher François Höpflinger unterscheidet vier Kategorien innerhalb der «dritten Generation»:
Die erste Kategorie «Vorruhestand» bildet die Kohorte zwischen 50 und etwa 67 Jahre. In dieser Phase sollten die Menschen sich noch einmal intensiv mit ihrem Alter, ihrer Altersvorsorge und mit der Zeit nach dem Arbeitsleben auseinandersetzen. Diese Phase hat sich markant nach oben verschoben. Waren in den neunziger Jahren Frühpensionierungen noch gang und gäbe, sind diese heute kaum noch ohne starke Rentenkürzungen möglich. Immer mehr Senioren orientieren sich nochmals neu, machen sich selbständig, werden beratend tätig. |
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Die zweite Kategorie «aktiver Ruhestand» erfasst Pensionierte zwischen 60 und etwa 75 Jahren, die ihre neue Freiheit in bester Gesundheit geniessen, reisen, Zeit für Kulturelles haben, sich amüsieren. Zeit widmen sie auch ihren Enkelkindern, springen ein, wenn es bei deren Betreuung Engpässe gibt. Viele leisten Freiwilligenarbeit. Die aktiven Ruheständler sind volkswirtschaftlich sehr interessant. Noch haben Wirtschaft, Politik und Gesellschaft dieses Potenzial an Berufs- und Lebenserfahrung nicht entdeckt. Für diese Kategorie muss das gesetzliche Renteneintrittsalter flexibilisiert werden. Das Verbleiben im Arbeitsprozess sollte aber honoriert werden. Heute kann der Bezug der AHV bis zum 70. Altersjahr aufgeschoben werden, doch der Anreiz ist zu bescheiden: 5,2 Prozent mehr AHV-Rente pro aufgeschobenes Jahr. Die Reglemente der Pensionskassen schreiben meist ein Ausscheiden mit 65 Jahren zwingend vor. Das muss ändern. Auch bei den Steuern sollten sich Weiter- und Freiwilligenarbeit lohnen. |
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Die dritte Kategorie bilden Menschen im «eingeschränkten Ruhestand», mit eingeschränkter Autonomie. Sie sind auf Hilfe von aussen angewiesen, ihre Mobilität ist eingeschränkt, sie haben Hör- oder Sehprobleme, was zwischen 67 und 85 Jahren auftreten kann. Wichtig ist, dass Betroffene ihre Einschränkungen rechtzeitig bemerken und auch akzeptieren, so dass sie individuell mit Hilfsangeboten von aussen ihre Selbständigkeitslücken schliessen können. Dazu braucht es einen Paradigmenwechsel, ein Abrücken der Politiker von der bequemen These der «Eigenverantwortlichkeit bis zum Tod». Die Alten müssen wissen, dass es keine Schande ist, Hilfsangebote zu nutzen, um weiterhin ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen zu können. Sie müssen die entsprechenden Angebote kennen: Einkaufen übers Internet, Angebote der Pro Senectute im Netz, Fahrpläne des öV, Freiwilligenangebote usw. Es fehlen nicht die Angebote, es fehlt eine koordinierende Stelle, welche die Informationen vernetzt. Mit einer koordinierenden Politik würden wir den Paradigmenwechsel einleiten, von der Scheinautonomie – wie sie heute den Politikern als Richtschnur dient – zu einer gezielt unterstützten Teilautonomie. |
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Die vierte Alterskategorie sind die Menschen im «abhängigen Ruhestand», die gepflegt werden müssen, die ihre Autonomie immer mehr verlieren. Es ist die schwierigste und die teuerste Zeit des Alterns. Alle fürchten sich davor, zum Pflegefall zu werden. Die Gesellschaft muss sich damit auseinandersetzen, wie wir künftig mit dem «abhängigen Ruhestand» umgehen wollen. Wenn wir in der Alterspolitik rechtzeitig die Selbständigkeitslücken schliessen, werden wir die teure Pflegephase der totalen Abhängigkeit hinauszögern können. |
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Instrumente wären vorhanden |
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Die Schweiz verfügt über alle Instrumente für eine umfassende Alterspolitik. Wir haben die Institutionen, das Wissen, wir nehmen bei den neuen Medien einen Spitzenplatz ein. Aber es braucht Politikerinnen und Politiker, welche die Lage erkennen und danach handeln. Die Rentnerschaft muss sich aktiv an einer neuen Alterspolitik beteiligen. Und sie kann jene Kandidatinnen und Kandidaten nach Bern schicken, die sich der Altersfragen annehmen. |
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Newsletter 04/2011
September 2011 |
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| Anton Schallers Kolumne |
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Kongress Schweizerischer Verband für
Seniorenfragen
SVS auf Schloss Lenzburg |
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Notwendig: der eidgenössische Konsens |
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Die Schlussvoten waren eindeutig und eindringlich zugleich. |
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Anders Malmström, Dr. der Mathematik und Leiter „Leben“ bei der AXA Winterthur, brachte es auf den Punkt: „Es braucht in diesem Land wieder konsensuelle Lösungen. Wir wollen wissen, woran wir sind. Wir sind ein kleines, überschaubares Land, das gemeinsam Lösungen finden kann und dringend braucht.“
Reto Deflorin, zuständig für die Fachführung im Private Banking der Credit Suisse, hielt mit Nachdruck fest, dass gemeinsame Lösungen nicht nur gefragt, sondern auch dringend notwendig seien.
Und Judith Giovanelli-Blocher, die Grand Old Lady auf dem bunt gemischten Podium an der Veranstaltung, meinte: „Der Blick auf das Gemeinsame geht zunehmend verloren, wenn alle nur an sich selbst denken.“
Und Yves Rossier schliesslich, der beredte Chef im Bundesamt für Sozial-versicherungen BSA, legte faktenreich dar, dass die AHV ohne die Einwanderung schon längst in den tiefroten Zahlen wäre, dass wir nur mit einer Einwanderung der demografischen Entwicklung entgegensteuern und so unser liebstes Sozialwerk, die AHV, über die nächsten Jahrzehnte sichern könnten. |
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Anschauungsunterricht in die eidgenössische Befindlichkeit, in den eidgenössischen Politalltag, gab das erste Podium. Besetzt mit dem SVP-Politiker Maximilian Reimann, Ständerat aus dem Aargau, dem Rorschacher Stadtpräsidenten und nunmehr SVP-Nationalrat Thomas Müller, der Aargauer SP-Nationalrätin Pascale Bruderer und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, führte es in der Diskussion vor, wie weit weg heute Konsenslösungen in der Schweiz jeweils sind. Hatten doch die beiden Parteien SVP und SP die 11. AHV-Revision schlicht und einfach versenkt. Die SP wollte die rund 900 Mio. CHF, die durch das erhöhte Renteneintrittsalter der Frauen auf 65 Jahre frei würden, für die Flexibilisierung einsetzen und den tieferen Renten zugutekommen lassen, der Bundesrat wollte 400 Mio. CHF freigeben, die SVP gar keinen Franken. So kam nur eine Minirevision zustande. |
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Jetzt will der Bundesrat einen neuen Anlauf nehmen, eine neue, die 12. AHV-Revision an die Hand nehmen. Bundesrat Didier Burkhalter will sich Zeit lassen, will eine umfassende Revision einleiten, die vor allem die Finanzierung sichert und etwa 2020 in Kraft treten kann. Gewitzt durch die Erfahrungen der letzten Jahre hat Eveline Widmer-Schlumpf in Lenzburg angekündigt, dass sie in der Revision so genannte Fiskalregelungen einbauen will, so dass die AHV nicht durch die Pattsituation im Parlament Schaden nehmen könnte. Das heisst: Falls die AHV finanziell in eine Schieflage geriete, würden Fiskalregeln gelten, die schnell, auch ohne Parlament, in Kraft treten könnten. Damit kommt, wenn auch unausgesprochen, ein Misstrauen gegenüber dem Parlament zum Ausdruck. Das ist neu und setzt neue Akzente. Der Bundesrat reagiert so auf die politische Polarisierung. |
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Eveline Widmer-Schlumpf stellt sich zudem vor, dass die Finanzierung der AHV vermehrt auch durch indirekte Steuern (Mehrwertsteuer) zu regeln wäre, dass auch eine ökologische Steuerreform miteinbezogen werden könnte. Sie sucht nach neuen innovativen Lösungen, und sie hofft, dass das Parlament in der nächsten Legislatur mitziehen wird, dass mit ihm Konsenslösungen angestrebt werden können. Pascal Bruderer gab sich da zuversichtlich: „Ich hätte schon bei der 11. Revision vom Bock aus (Präsidialstuhl) den Stichentscheid für die Kompromisslösung des Bundesrates gegeben, wenn es dazu gekommen wäre. Mir ist eine Lösung immer wichtiger als die politische Position meiner Partei.“ Sie kann über den Schatten springen. Können das auch die beiden SVP-Diskutanten? Sie blieben vage und meinten: „Wir werden dann sehen.“ |
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In der Tat: Am 23. Oktober wählen wir ein neues Parlament. Für die beiden jungen, smarten Manager ist klar: „Wir brauchen Konsenslösungen.“ Das heisst: Wir brauchen ein Parlament, dass sich nicht während Jahren in zähen Positionskämpfen verzahnt und dabei nichts zustande bringt, keine richtig tiefgreifende Reform der AHV, keine tiefgreifende Reform der Krankenversicherung zum Beispiel. Wir brauchen ein Parlament mit Frauen und Mannen, das zu den alten eidgenössischen Tugenden zurückfindet, zu den Tugenden des Kompromisses, zu Lösungen, die von der Mehrheit getragen und von den Minderheiten akzeptiert werden können. |
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Die Kolumne ist erschienen auf www.seniorweb.ch |
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Newsletter 03/2011
Juni 2011 |
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Anton Schallers Kolumne |
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Einmal mehr: Die Alten sind Schuld |
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Und wieder heben die Medien als erste den Drohfinger |
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Trotz Sommerhitze müssen sich die Rentnerinnen und Rentner wohl bald warm anziehen. Die Medien haben die Schuldigen an der Euro-Krise, an der Frankenstärke, an den verunsicherten Finanzmärkten entdeckt: Die Alten nämlich. Es seien „nicht unbedingt die Reichen, sondern eher die Alten, die bei der Krisenbewältigung in Griechenland“ geschont werden sollen, meint Thomas Held so unverfroren wie unreflektiert im „ Das Magazin“ des Tagesanzeigers vermelden zu müssen. Im Wohlfahrtsstaat würden die „sicheren Staatsanleihen zum grossen Teil der Altersvorsorge dienen“ Und diese sicheren Staatsanleihen wolle man bei der Vermeidung der Umschuldung Griechenlands verteidigen. Er meint wohl, dass eine Umschuldung Griechenlands nur deshalb vermieden würde, weil die Parteien im alternden Europa immer mehr auf die Rentnerinnen und Rentner als Wählerinnen und Wähler angewiesen seien. Und Werner Vontobel verstärkt den Druck auf uns Alten, wenn er im „Sonntags-Blick“ schreibt: „Lange kann es nicht mehr gut gehen mit unseren Pensionskassen. Die Alten kassieren zu hohe Renten, die Rechnung zahlen die jungen Beitragszahler.“. Immer wieder ertönt dieser Ruf, wenn die Finanzmärkte ächzen, wenn die Renditen zurückgehen, wenn an den Finanzmärkten nicht erwirtschaftet werden kann, was für eine Sicherung, gar eine Ertragssteigerung der rund 750 Milliarden auf den Konten unserer Pensionskassen notwendig wäre, wenn im Gegenteil das Gesamtvermögen schrumpft. Aber immer wieder kamen und kommen bessere Zeiten, selbst nach der Finanz- und Wirtschafts-krise im Jahre 2008 waren die folgende Jahre 2009 und 2010 von einem geprägt: Von der Erholung, mehr noch: von satten Gewinnen. Das EU-Land Deutschland verzeichnete 2010 gar ein Wachstum von 3,7 Prozent, in diesem sollen es wiederum 3,5 Prozent werden. Bis jetzt wuchsen wir auf Augenhöhe. Nun bedroht der Frankenkurs Wachstum und Gleichstand. |
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Zweifellos: Das erste Halbjahr 2011 hat bis jetzt das Schweizer Pensions-kassenvermögen um etwa 2 Prozent schrumpfen lassen. Und die Aussichten auf das zweite Halbjahr sind so rosig nicht, als dass wir Augen und Ohren vor dieser Entwicklung einfach schliessen könnten. Im Gegenteil. Wir müssen hellwach mit dabei sein, wir müssen den Medien, aber auch den Parteien auf die Finger schauen, den Medien auf ihre lautstark vorgetragenen Forderungen: Jetzt müssen die Alten Federn lassen. Den Parteien auf ihre Parolen: Alles Übel kommt von draussen. |
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Und zugegeben: Die Rhythmen des Auf und Ab folgen sich in den letzten Jahren schneller als gewohnt. Wir haben uns auf diesen neuen Rhythmus einzustellen. Das heisst aber auch, dass wir nicht aufgeregt und verunsichert reagieren dürfen. Nüchternheit ist angesagt und nicht Angstmacherei. Jetzt sind solide Analysen, ist sorgfältiges Abwägen notwendig. Das dürfen wir vom Bundesrat, das sollen wir von den Parteien, das müssen wir von den Medien, für die wir ja zahlen, fordern. |
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Wie eng der Aktionsradius des Bundesrates ist, zeigt der etwas hilflose Vorschlag von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Er meint: wir sollten jetzt Kampf-Flugzeuge für die Armee beschaffen, damit die Schweizer Industrie von Kompensationsaufträgen profitieren könnte. Erstens gibt es noch keinen solchen Beschluss und Zweitens: Bis jetzt waren die Kompensationsgeschäfte meistens ein Flop oder kamen zu mindest zu spät. |
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Und schmerzlich müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass der Schweizer Franken immer stärker zum Hort der internationalen Anleger wird, quasi zum Spielball der Dollarschwäche und der Euro-Krise mutiert. Nach der Nationalbank wird nun bald jedem in der Schweiz klar, dass unser Land zu klein ist, um gegen die globalen Finanzmärkte aufzukommen. Die vielgelobte Autonomie wird in dieser eng verflochtenen Weltwirtschaft plötzlich zu einer Belastung. Da werden plötzlich ungewöhnliche Töne angeschlagen. Der Zürcher Milliardär und Finanzier, Besitzer des Grandhotel Dolder in Zürich, Urs E.Schwarzenbach, meint unbekümmert, dass wir schlicht den Euro einführen sollten, dann wäre alles im Lot. Wie mag das in den Ohren von Christoph Blocher tönen, dem anderen Zürcher Milliardär, der nur immer eines im Sinne hat: Die autonome Schweiz. Jetzt wäre auch guter Rat von ihm wertvoll, wenn er denn wüsste, wie wir mit dem starken Franken umgehen sollten. |
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Jetzt werden wir plötzlich Gewahr, wie hilflos wir dem globalen, den ungehemmten Marktkräften ausgeliefert sind. Wir werden gewahr, wie wenig Innovationskraft zu spüren ist, um die Welt, die Finanzwelt wieder in Ordnung zu bringen, wie die europäischen Finanzminister orakeln, wie die Verantwortlichen in den europäischen Hauptstädten für sich, für ihre nationale Wirtschaft schauen, sie zu schützen versuchen. Und schliesslich, wie alles daran gesetzt wird, Griechenland und so den Euro vor dem schlimmsten zu bewahren, um zu retten, was am Anfang der europäischen Vereinigung stand und immer noch steht: Ein Friedensprojekt nach dem unheilvollen, schmerzlichen zweiten Weltkrieg. |
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Wir in der Schweiz sind mitten drin. Nicht nur unserer Autonomie steht auf dem Spiel, auch unsere Renten sind bedroht. Zumindest sehen es aufgeregte Journalisten, auch Kolumnisten so. Den Rentnerinnen und Rentnern zum Trost: In der Schweiz sind die Renten aus der zweiten Säule gesetzlich geschützt und Gesetzesänderungen brauchen lange: Und zudem unterstehen Gesetzesänderungen dem Referendum. |
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Noch ist unsere Land auch wirtschaftlich stark. Noch sind wir Frau und Herr im Haus. Noch können wir aus der bestehenden Autonomie heraus die Balance finden, zwischen der unvermeidlichen wirtschaftlichen Integration und der nicht verhandelbaren politischen Unabhängigkeit. |
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Newsletter 02/2011
Mai 2011 |
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2. Zusammenkunft 2011 Forum 50plus-ZRV für Vertreterinnen und Vertreter von Kollektivmitgliedern und Partner-Organisationen zum Thema:
„Alter und Ausländer in unserer Gesellschaft“
Dr. H.R. Schuppisser, ZRV-Vizepräsident |
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Das Thema „Migration und Alter“ prägt unser Alltags-Leben seit Langem. Das Thema wurde sogar zu einem vom Bund, in diesem Jahr vom Schweizerischen Seniorenrat, verlangten Berichtspunkt. Aber worum geht es überhaupt dabei ? Im Gespräch erwies sich der Titel „Alter und Ausländer in unserer Gesellschaft“ als verständlicher. |
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Die erst nach einigem Suchen gefundene Referentin, Frau Brigitta Marti-Meyer, erwies sich als Glücksfall. Sie wurde mit ihrem lebendigen, fachlich gut fundierten Vortrag diesem vielschichtigen Thema mehr als nur gerecht. Als ehemalige Krankenschwester, ausgebildete Gerontologin und Zuständige für den Sozialdienst im Pflegezentrum Irchel/Mattenhof in Zürich, fesselte sie die Zuhörer immer wieder mit praktischen Beispielen und Erfahrungen. Ihre Aussagen lösten bei den Zuhörenden manches Kopfnicken aus.
Tatsache ist, dass von den rund 1,6 Mio. Migranten in der Schweiz (ohne Eingebürgerte) ca. 115 000 älter als 65 Jahre sind. Wenn die Pflegebedürftigkeit dieser Personengruppe mit derjenigen der Schweizer vergleichbar wäre, dann dürfte die Zahl der pflegebedürftigen Ausländerinnen und Ausländer bereits heute gross sein. In Zukunft wird überdies die herkunftsmässige und sprachliche Vielfalt der ausländischen Pflegebedürftigen weiter zunehmen. |
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Ein Charakteristikum des ausländischen Bevölkerungsanteils scheint zu sein, dass die Zugewanderten stärkere Familientraditionen befolgen. Das heisst, dass die Pflege im Heim eher als letzter Ausweg gesehen wird. Was dies im Einzelfall dann heissen kann, zeigt das Beispiel einer alten anatolischen Frau. Leicht dement, musste sie allein im Pflegeheim untergebracht werden. Niemand vom Pflegepersonal verstand sie. Was nun? Man brachte sie abends einfach nicht ins Bett. Erst als man eine junge, in der Putzequipe tätige Landsmännin zu ihr gebracht hatte, löste sich das Problem: „Grossmutter“ wollte unter keinen Umständen ohne Kopftuch zu Bett gehen! Darauf muss man kommen! |
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An solchen Beispielen entwickelte sich im Forum rasch eine ernsthafte Diskussion. Es zeigte sich, dass alle das Gefühl hatten, es sei angesichts der Bevölkerungsstruktur schier unmöglich, allen Migranten je nach Herkommen eine spezielle Struktur und Pflege zu bieten. Zur Zeit scheint das in einzelnen Fällen noch möglich zu sein, da bei den über 65 Jährigen die Italiener die Mehrheit bilden.
Das wird sich aber ziemlich rasch ändern, weil die Zuwanderungspolitik immer neue Rekrutierungsländer erschlossen hat. Mit nur einer „mediterranen Abteilung“ wird es immer weniger zu machen sein! Sicher ist jedoch, dass damit die Anforderung an Personal, Spitexdienste sowie Pflegeheime zunehmen. Aber gleichzeitig wachsen damit auch die Anforderungen sowohl an die in- als auch an die ausländischen Senioren. Auch sie müssen sich auf solche Situationen einstellen. Weder Forumsteilnehmer noch die anwesenden Fachpersonen, wie Herr Raymannn von Pro Senectute Zürich, hatten den Eindruck, es gäbe da eine einfache konzeptionelle Lösung. Aber wie der Fall „Kopftuch zum Schlafen“ zeigt, kann man mit gutem Willen und mit „Köpfchen“ in jedem Einzelfall viel bewirken. |
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Das Thema „Alter und Migration“ wird den ZRV, ob wir wollen oder nicht, weiter beschäftigen. |
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Im Anschluss an den stark applaudierten Vortrag und die Diskussion orientierte H.R. Schuppisser noch darüber, dass der ZRV als Resultat des Vortrages und der Diskussion zum Thema „Missbrauch im Alter“ an der letzten Forumsveranstaltung Mitglied bei der UBA - ZH/SH geworden ist. Er möchte so die Zusammenarbeit mit dieser Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter festigen.
Zum Schluss orientierte der ZRV-Präsident A. Schaller noch über nächste Veranstaltungen (siehe www.zrv.ch) und lud zum üblichen Apéro ein. Auch da war noch einiges zu hören, z.B. von Peter Schröter vom Seniorenverein Fehraltdorf, über die gewonnene „Schlacht um den Nüünipass“ mit ZVV und SBB. |
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| Fällanden, 27. Mai 2011 |
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Newsletter 01/2011
März 2011 |
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1. Zusammenkunft 2011 des Forum 50plus - ZRV-Kollektivmitglieder zum Thema:
Missbrauch, Misshandlung und Gewalt an älteren Menschen und die Arbeit der unabhängigen Beschwerdestelle für Altersfragen UBA
Dr. H.R. Schuppisser, ZRV-Vizepräsident, Fällanden |
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Hinweise zur UBA:
An dieser Forums-Veranstaltung präsentierte uns die Leiterin der Geschäftsstelle ZH/SH die Arbeit der „Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter „(UBA). Das war gut, denn vielen Teilnehmenden war diese gemeinnützige Institution bisher nicht bekannt. UBA ist ein politisch und konfessionell neutraler Verein; er arbeitet professionell mit grosser Diskretion und berät meistens eher im Sinne der Meditation als direkt juristisch und finanziell. Anfragen an die Geschäftstellen werden grundsätzlich unentgeltlich, diskret und unbürokratisch bearbeitet. Ein Unkostenbeitrag ist freiwillig. Es gibt neben der UBA ZH/SH neuestens eine UBA Schweiz sowie eine UBA Ostschweiz und eine UBA Zentralschweiz. Das zeigt, dass ein wachsendes Bedürfnis für diese Art der Beratung und Dienstleistung besteht. Die Webseite www.uba.ch und auch ein Artikel in der Zeitschrift „50plus“ enthalten all die nützlichen Hinweise zur UBA. |
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Was tun ?:
Wer kennt sie nicht , die unguten Gefühle, die einen beschleichen, wenn man im Gespräch mit Bekannten, bei einem Besuch alter Menschen zuhause oder in einem Heim das Gefühl hat, es laufe etwas schief. Was tun? Einfach wegsehen, wenn jemand übervorteilt, ausgenützt oder vernachlässigt zu sein scheint? Frau Bhend erzählte anhand von konkreten und anonymisierten Beispielen wie eine Anfrage bearbeitet wird. Meist geschieht das durch freiwillige pensionierte Fachexperten auf den verschiedensten Gebieten (Betreuung, Pflege, Medizin, Psychiatrie, Versicherung, Recht, Finanzen). Sie erwähnte auch, dass sich derzeit die Anfragen in Zusammenhang mit den neuen Heimabrechnungen im Zusammenhang mit der revidierten Pflegeversicherung vermehrt haben. In der Diskussion wurde deutlich, dass das Angebot „niederschwellig“ ist. Das heisst, dass ein wirklich ungutes Gefühl bei einem erkennbaren Missstand nicht unterdrückt, sondern vielleicht zu einer Anfrage bei führen könnte. |
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Gemeinsame Erfahrungen nutzen:
Nach der gehaltvollen Aussprache vor dem Apéro und dem regen Gedanken-austausch, auch mit dem anwesenden Vertreter von Pro Senectute ZH, Herrn Flühmann, ergaben sich für die Beteiligten klare Schlussfolgerungen:
Die UBA sollte auch von den Seniorenorganisationen noch vermehrt zur Kenntnis genommen werden. Ferner ist es wichtig, dass der ZRV die Zusammenarbeit mit UBA und Pro Senectute auf diesem Gebiet intensiviert, um von den gemeinsamen Erfahrungen und dem vorhandenen Wissen zu profitieren. |
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Newsletter 08/2010
Dezember 2010 |
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4. Zusammenkunft 2010 des Forum 50plus - ZRV-Kollektivmitglieder zum Thema:
Was macht eigentlich der Schweizerische Seniorenrat ?
Dr. H.R. Schuppisser, ZRV-Vizepräsident, Fällanden |
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Im Zentrum der diesjährig letzten Forumsveranstaltung stand nebst einer Rückschau auf ein aktives und erfolgreiches Jubiläumsjahr 2010, ein Vortrag über den Schweizerischen Seniorenrat (SSR).
Der gut besuchte Anlass für Vertreter der Kollektivmitglieder und Partner-organisationen des Zürcher Senioren- und Rentner-Verbandes fand am
16. Dezember im Quartiertreff Hirslanden statt. Gastreferent war Karl Vögeli, Copräsident des Schweizerischen Seniorenrats (SSR). Er wurde 2010 seitens des Schweizerischen Seniorenverbandes (SVS) gewählt, um zusammen mit Christiane Jacquet-Berger von der Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfeorganisationen (VASOS) das Präsidium des SSR paritätisch führen. Sein Amtsantritt fiel in ein Übergangsjahr, in dem der SSR bedeutende personelle und organisatorische Herausforderungen zu meistern hatte.
Karl Vögeli kam überraschend zu seinem Amt, weil seine Vorgängerin Dr. Klara Reber gestorben war. Er liess durchblicken, dass ihn die Fülle der Probleme überrascht hat: Einerseits führte der plötzliche Ausfall und Hinschied der geschäftsführenden Sekretärin in der Geschäftsstelle des SSR zu einer Vakanz und zu vielen Pendenzen, was nicht einfach zu überbrücken war. Anderseits verband der Bund neu die gewährten Beiträge mit einem Leistungsvertrag, was eine neue Rechtsform des paritätisch strukturierten SSR erforderte.
Dieser Leistungsvertrag wurde 2010 besiegelt und tritt jetzt ab 2011 in Kraft. Somit mussten 2010 die Statuten, Reglemente und Dokumente an die neue Rechtsform eines Vereins angepasst werden. Zudem musste all dies von den Trägerorganisationen SVS und VASOS separat genehmigt werden. Ferner
waren die Organe statutenkonform neu zu bestimmen und zu wählen, so dass ab 2011 alles in der neuen Form funktionieren kann.
All das band viele Kräfte und reduzierte vorübergehend die Aussenwirkung
des SSR. Karl Vögeli passt das nicht. Er lobte jedoch die geleistete Arbeit in
den themenbestimmten Arbeitsgruppen des SSR. Diese hatten auch 2010 zu anfallenden Fragen in den Bereichen „Gesundheit“, „Soziale Sicherheit“, „Raumplanung/Wohnen /Verkehr“, „Grundlagen und Forschung“ Stellung bezogen. Karl Vögeli kündigte aber an, dass die Vertretung der Senioren-anliegen ab 2011 beim SSR wieder Priorität haben soll. Fest steht, dass der Bund 2011, im „Jahr der Freiwilligenarbeit“, Stellungnahmen zu diesem Thema wünscht, aber auch zu Migrationsfragen der älteren Generation. Zudem steht fest, dass weitere hängige und dringende Altersfragen, wie Gesundheitskosten, Wohnen, Autonomie und Mobilität im Alter, den SSR weiter beschäftigen werden.
Die zahlreich erschienen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich interessiert und engagiert. Jedenfalls entzündete sich eine lebhafte Diskussion zum Thema „Wohnen und Eigenmietwert“. Die Debatte hätte noch lange angedauert, wenn nicht Anton Schaller schliesslich das Schlusswort ergriffen und zum traditionellen Jahresschluss-Apéro eingeladen hätte. Den wollten sich die Anwesenden in diesem gemütlichen Rahmen dann doch nicht entgehen lassen – und schliesslich wird es auch an den ZRV-Foren 2011 wieder genug wichtige Themen zu besprechen geben. |
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Newsletter 07/2010
Oktober 2010 |
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SeniorInnenrat Zürich (SRZ)
„Flexibles Rentenalter - Option für die Zukunft?
Louise Ragozzino, Mitglied Leitungsgremium SRZ |
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Die meisten angehenden Rentnerinnen und Rentner präsentieren sich fit, unternehmungsfreudig und interessiert und noch nie war ihre Lebenserwartung so hoch. Ist es also sinnvoll, weiterhin am Rentenalter 65 festzuhalten? Können es sich Staat und Wirtschaft überhaupt leisten, längerfristig auf die Erfahrung und das Know How dieser Zielgruppe zu verzichten? Die prognostizierte demographische Entwicklung rechnet damit, dass schon in Kürze zuwenig junge Berufstätige zu Verfügung stehen werden. |
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Während vor allem körperlich schwer arbeitende Menschen oft schon vor 65 ausgebrannt und am Ende ihrer Kräfte sind, fühlen sich andere zukünftige Rentnerinnen und Rentner noch sehr vital und würden gerne weiterarbeiten. Für beide Gruppen könnte eine Flexibilisierung – nach unten wie nach oben – eine Chance sein.
Flexibilisierung erfordert jedoch, dass neue Arbeitszeitmodelle geschaffen werden, die einerseits den älteren Arbeitnehmenden die Möglichkeit bieten,
sich nicht abrupt, sondern stufenweise, aus dem Erwerbsleben zurückzuziehen zu können, um andererseits damit jungen Berufstätigen einen begleiteten Ausbau ihrer beruflichen Verantwortung zu ermöglichen. Die Arbeit müsste somit auf mehrere Schultern, jüngeren und älteren, verteilt werden was eine laufende betriebliche Weiterbildung für alle Arbeitnehmenden vorausetzt, um so stets auf dem neuesten Wissensstand zu bleiben.
Durch permanente Weiterbildung bleiben die einzelnen Fachgebiete und auch der ganz normale berufliche Alltag interessant. Arbeiten macht mehr Freude, denn zufriedene, motivierte Arbeitnehmende sind ausgeglichener und belastbarer, somit weniger oft arbeitsunfähig, was sich nicht zuletzt positiv auf die Betriebskosten auswirkt.
Unternehmen und Arbeitgeberorganisationen befassen sich zunehmend mit dieser Problematik. Sie versuchen Lösungen zu erarbeiten, die jüngeren und älteren Arbeitnehmenden gerecht werden und damit auch der Wirtschaft dienen. Dies kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn sich die Arbeit-nehmenden damit auseinandersetzen, kooperativ und offen für Veränderungen sind. Flexibilisierung geht alle an. Es wird sich lohnen, gründlich darüber nachzudenken.
Ihre Meinung interessiert uns.
Auskünfte rund um den SeniorInnenrat erteilt
Priska Kammerer, Säntisstrasse 15, 8008 Zürich
priska.kammerer@bluewin.ch |
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Newsletter 06/2010
September 2010 |
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3. Zusammenkunft 2010 des Forum 50plus - ZRV-Kollektivmitglieder zum Thema:
„Erfahrungsaustausch zu Fragen, die uns selbst betreffen“
Dr. H.R. Schuppisser, ZRV-Vizepräsident, Fällanden
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Der Erfahrungsaustausch in eigener Sache stand im Zentrum des
3. Forumsanlasses für Vertreterinnen und Vertreter von ZRV-Kollektiv-mitgliedern und Partnerorganisationen. Es bestand dies Mal ein Bedürfnis,
zu hören, wie es andere machen. Und es hat sich gelohnt, zuzuhören. |
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Als wir kurz vor dem Apéro zum Fazit kamen, ergab sich als wichtigste Erkenntnis, dass es auch in der heutigen Zeit durchaus möglich ist, Leute im Alter von 50plus zum Mitmachen zusammenzubringen. Auch wenn nicht so einfach, zählt die gemeinsame Erfahrung. Zum Schluss jedenfalls herrschte eine zuversichtliche Stimmung im Saal.
Wie kam es dazu?
Am regnerischen Nachmittag des 8. September, trafen sich mehr als zwei Dutzend interessierte Delegierte von Kollektivmitgliedern und Partner-organisationen im Gemeinschaftszentrum „Karl der Grosse“, Zürich. Angesagt war ein Erfahrungsaustausch in eigener Sache. Bekanntlich sind die Senioren-organisationen aktivitätsmässig und organisatorisch sehr unterschiedlich.
Die Anwesenden kamen aus fast allen Regionen des Kantons und sogar aus dem Kanton Aargau. Nach der Begrüssung und Einführung brachen zwei Einstiegsreferate das Eis für die kommende Aussprache:
Beispiel „Seniorenrat Dielsdorf „
Als erster Referent stellte Walter Keller kurz den Seniorenrat Dielsdorf vor. Anhand der Website seines Seniorenrates präsentierte er das umspannende Netzwerk der Aktivitäten und Dienste, welche vom Dielsdorfer Seniorenrat erfasst werden. Lakonisch stellte er fest, dass Dielsdorf keine Stadt, sondern ein Dorf sei. Der Seniorenrat ist seit 1998 quasi im Auftrag des Gemeinderats zuständig für Altersfragen und für die Vertretung der älteren Bevölkerung. Das heisst für die Bevölkerung „ü60“ in etwa 20 % der Einwohnerschaft. Dafür und um die Seniorenaktivitäten zu koordinieren und teilweise auch zu organisieren stellt Dielsdorf einen ansehnlichen Budgetbetrag als Kostengutsprache zur Verfügung. Die ganze Aktivität sei jedoch immer eher formfrei angelegt und werde um die kleine, sich selbst ergänzende Gruppe des Seniorenrats organisiert. Erst kürzlich hätten sie festgestellt, dass der Seniorenrat eigentlich ein Verein sei (Anm. des Verfassers: Hauptsache es funktioniert.) Mehr lässt sich über die website www.wkd.ch erfahren.
Beispiel „Aktives Alter Wallisellen“
Der zweite Referent, Robert Hofmann, stellte den noch jungen Verein “Aktives Alter Wallisellen“ vor. Auch er betonte einleitend schon, Wallisellen sei zwar gemäss Einwohnerzahl eine Stadt; aber eine Stadt, die ein Dorf bleiben wolle. Auch in Wallisellen bildete sich in den 90-er Jahren ein Seniorenrat. Mit der Zeit erübrigte er sich mehr und mehr und wurde aufgelöst. Einerseits, weil die Gemeinde einen Generationenrat ins Leben rief - andererseits weil die Gemeinde und die beiden Kirchgemeinden spezifische Fachstellen für Altersfragen geschaffen hatten, welche die Funktionen des Seniorenrates grösstenteils übernahmen. Der kürzlich neu gegründete Verein „Aktives Alter Wallisellen“ ist eine Folge dieser Entwicklung. Erstens brauchten die Seniorenvertreter im neuen Generationenrat eine Legitimationsbasis. Zweitens besteht nach wie vor das Bedürfnis vieler Senioren etwas zusammen zu unternehmen. Der neue Verein arbeitet jedoch eng mit den genannten Altersstellen zusammen. Er konstituierte sich selbst und finanziert sich in erster Linie über bescheidene Mitgliederbeiträge.
Reger Erfahrungsaustausch
Beim anschliessend lebhaften Erfahrungsaustausch zeigte sich die Unterschiedlichkeit der am Anlass beteiligten Altersorganisationen.
Je nach Ursprung und „Rekrutierungsbasis“ einer Pensioniertenvereinigung sehen Zielsetzung, Finanzierung und die Ausrichtung der Aktivitäten jeweils etwas anders aus. Auch wenn sich die Senioren- und Rentnerorganisationen von Firmen wie etwa ABB oder Swissair stark von der einer dörflichen oder städtischen Seniorenvereinigung wie von Bülach, Affoltern am Albis oder Winterthur unterscheiden, etwas konnte man immer aus dem Gedanken-austausch für sich heraushören. Etwa, was es braucht, um ein Projekt wie „Altissiomo“ im Wehntal aus einer regionalen privaten Initiative heraus überörtlich dauerhaft zu verankern. Oder, dass sich am Beispiel von SfS Küsnacht-Erlenbach-Zumikon zeigt, wie auf der Basis „Senioren für Senioren“ Dienstleistungen für ältere Personen grossen Anklang finden. Dienstleistungen auf dieser Basis befriedigen einerseits das Bedürfnis von Senioren nach einer sinnvollen Aktivität, andererseits decken sie den Hilfs- und Unterstützungs-bedarf von älteren Personen, was in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.
Die zahlreichen Beiträge und die von den Teilnehmern mitgebrachten Unterlagen gaben dem Erfahrungsaustausch Gehalt.
Der anschliessende Apéro führte wie immer zu guten Gesprächen und neuen Bekanntschaften.
Ausblick auf nächste Forums-Anlässe:
Schliesslich brachte R. Garo, ZRV, noch das Thema Vereinsadministration vor.
Auf diesem Gebiet einer Arbeitserleichterung und Unterstützung zeigten sich viele der Anwesenden interessiert. Eine Einladung zur Präsentation eines speziellen Vereinsadministrationsangebotes der Postfinance stiess auf grosses Interesse. R. Garo wird einen solchen Anlass im November organisieren
(Ausschreibung folgt).
Vorschau:
Der nächste und 4. Forumsanlass für ZRV- Kollektivmitglieder und Partner-organisationen findet am 16. Dezember um 15 Uhr im Gemeindetreff Hirslanden (Burgwies) in Zürich statt. |
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Newsletter 04/2010
Mai 2010
2. Zusammenkunft 2010 des Forum 50plus - ZRV-Kollektivmitglieder zum Thema:
„Die Revision der Pflegefinanzierung im Kanton Zürich“
Von Hans Rudolf Schuppisser, Fällanden
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Die von den Eidgenössischen Räten beschlossene Revision der Pflegefinanzierung soll in allen Kantonen per Anfang 2011 in Kraft treten. Davon werden alle Patienten der Akut- und Übergangspflege und in der Langzeitpflege speziell natürlich die Rentner betroffen sein. Bei der zweiten, diesjährigen Kollektivmitglieder-Zusammenkunft des ZRV-Forums 50plus wurde die geplante Umsetzung dieser neuen Bundesgesetzgebung von den Anwesenden intensiv diskutiert.
Fazit: Der ZRV wird sich für die berechtigten Interessen der älteren Generation bei der Beschlussfassung über das neu geplante „Pflegegesetz“ des Kantons einsetzen müssen.
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Der Gesundheitsdirektor RR Heiniger delegierte mit Frau Monique Arts, Fachverantwortliche für Gerontologie, Langzeitpflege und Spitex, eine sehr kompetente Vertreterin der Gesundheitsdirektion zu uns ab. Sie verstand es, uns mit informativen Unterlagen und Beispielen die wichtigsten Eigenheiten der laufenden Revision der Pflegerversicherung im Kanton Zürich verständlich darzulegen. Unter anderem wurde klar, dass die Betroffenen ab 2011 detailliertere Abrechnungen erhalten werden, damit sie wissen, wie viel sie wofür bezahlen.
Ein komplexes Revisionsprojekt
Die Revision der Pflegefinanzierung im Kanton Zürich ist ein komplexes Vorhaben. Sie ist weder einfach zu verstehen noch in die Pflegepraxis umzusetzen. Die Neuordnung durch den Bund brachte eine Unterscheidung zwischen der Akut- und Übergangspflege(z.B. bei der Spitalentlassung) und der Langzeitpflege (z.B. für Spitex und Pflegeheim). Der Bund sorgt neu bei der obligatorischen Krankenversicherung für schweizweit einheitliche Beiträge der Krankenkassen an Pflegeleistungen. Er schafft neu auch die Möglichkeit einer Patientenbeteiligung an den Pflegekosten. Für den Vollzug sind aber die Kantone verantwortlich. Diese sind, wie der Kanton Zürich, jetzt daran, ihre bestehenden Pflegegesetze und –verordnungen anzupassen. Das gab bereits Anlass zu kritischen Medienberichten, denn einzelne Kantone versuchten dabei offenbar ihre Budgets zu entlasten. Darum sah sich der Preisüberwacher veranlasst, gewisse zu weit gehende kantonale Gesetzesauslegungen zu rügen www.preisüberwacher.admin.ch/themen/0008/00012/index.
Der Kanton Zürich nahm die Neuordnung der Pflegeversicherung durch den Bund zum Anlass, mehrere bestehende Erlasse in einem neuen kantonalen „Pflegegesetz“ zusammenzufassen und zu revidieren. Ein erster Entwurf dafür war bereits in Vernehmlassung. Der inzwischen bereinigte Entwurf (www.gd.zh.ch) wird zur Zeit von der kantonsrätlichen Kommission vorberaten. Angesichts des Zeitdrucks wird das neue Pflegegesetz wohl vom Kantonsrat in einem beschleunigten Gesetzgebungsverfahren verabschiedet werden. Sein Ziel ist es, die notwendige Pflege für alle Zürcher Betagten auf bezahlbarem Niveau sicherzustellen. Dabei wird vom Grundsatz ausgegangen „ambulant vor stationär“, das heisst der Verbleib im eigenen Haushalt hat Vorrang. Für den Vollzug sollen die Gemeinden zuständig sein.
Sehr umstritten sind Kostenbeteiligung und Restrisiko - konkret:
Die Übergangspflege soll während max. 14 Tagen weiterhin von den Krankenkassen (45%) sowie von Kanton und Gemeinden gemeinsam
(mind. 55 %) finanziert werden. Hierbei erfolgt keine Kostenbeteiligung für Patienten. Anders ist dies bei den sog. „normalen Pflegeleistungen“ von Spitex und Pflegeheimen. Hier bezahlen die Krankenkassen einen vom Bund einheitlich festgelegten Fixbetrag und die Patienten max. 20 % dieses Fixbetrages von
z. Zt. CHF 15.95/Stunde bzw. pro Tag (!) bei Spitex oder CHF 21.60 pro Tag im Pflegeheim. Den Restbetrag haben der Kanton und die Gemeinden zu tragen. Es bleibt dabei aber ein Restrisiko und es bleibt die Frage, wer allfällige „Restdefizite“ und „übrige Zusatzkostenverrechnungen“ zu tragen haben wird. Am Schluss etwa der Patient ? Der Preisüberwacher wies hier auf allfällige unzulässige Praktiken hin, die der Kantonsrat vermeiden muss.
Zu diskutieren gaben vor allem die maximale Kostenbeteiligung und eben dieses Restrisiko. Wobei nochmals zu sagen ist, dass in Zukunft für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit der Abrechnungen gesorgt wird. So sollen Quersubventionen zwischen Hotellerie und Pflege unterbunden werden.
Zudem sollen nur effektiv ausgewiesene Kosten für Hotellerie, Pflege und Betreuung verrechnet werden. Heute ist das noch längst nicht überall der Fall. Aber eben: Der Kanton Zürich will den gesetzlich maximal zulässigen Rahmen der Kostenbeteiligung von derzeit CHF 21.60 pro Tag im Pflegeheim ausschöpfen. Zudem legt er für seinen fixen Beitrag eine Norm fest, die bei
40 % der Durchschnittskosten der von ihm erfassten Referenzbetriebe liegt. Vielen Gemeinden und Patienten bzw. Pflegebedürftigen stösst das jetzt schon sauer auf.
Ein Thema für den ZRV
Das zeigte sich auch bei diesem Forum im Zentrum „Karl der Grosse“. Wobei es Frau Arts in der Diskussion gelang, noch manchen Sachverhalt zu klären. Dem Präsidenten, A. Schaller blieb es vor dem Apéro vorbehalten, die Schluss-folgerung aus Sicht des ZRV zu ziehen. Sie lautete:
Diese Revision ist ein Kernthema für den ZRV! Im Kantonsrat wird es harte Debatten geben. Am Schluss könnte es sogar zu einem Referendum kommen. Der ZRV wird bereits an der nächsten Vorstandssitzung im Juni darüber beschliessen, wie er die Anliegen der Senioren im Kantonsrat einbringen kann.
Beim anschliessenden, gemütlichen Umtrunk unterhielt man sich dann allerdings nicht mehr nur darüber.
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Newsletter 03/2010
April 2010
1. Zusammenkunft 2010 des Forum 50plus - ZRV-Kollektivmitglieder zum Thema:
"Alterspolitik im Kanton Zürich"
Von Hans Rudolf Schuppisser, Fällanden
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Der von Regierungsrat Hans Hollenstein delegierte Referent, dipl. agr. Hansruedi Bachmann, stv. Leiter des Sozialamtes, präsentierte den Bericht über die „Alterspolitik im Kanton Zürich“, im Wesentlichen und Inhaltlichen (erhältlich auf www.alter.zh.ch). |
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Aus der lebhaften und etwas konsternierten Aufmerksamkeit der Forums-Teilnehmer war leicht heraus zu spüren, dass die Mehrheit, der aus dem ganzen Kanton angereisten, Vertreter der ZRV-Kollektivmitglieder und Partnerorganisationen, vom Bericht unserer Zürcher Kantonsregierung weit mehr Substanzielles erwartet hatten. Dies lag nicht am Referenten, der überlegt und sachlich Red und Antwort stand - denn dies war nicht wenig!
Aber, der Bericht deckt ein Spannungsfeld in der Zürcher Alterspolitik auf:
dass dieser zwar alle Bestrebungen und laufenden Massnahmen aufzeigt wie die Nöte und Schwierigkeiten der älteren Bevölkerung vermieden, gemildert und behoben werden sollen oder wie sozial benachteiligte ältere Personen gezielt unterstützt werden können. Zum angestrebten neuzeitlichen Alterverständnis wird darin nichts und/oder nur wenig gesagt, und schon gar nicht festgelegt. Gemäss diesem wäre dann Alter nicht Defizit sondern auch Ressource, die man nutzen kann und sollte.
„Nutzen könnte“, so der Tenor der Seniorinnen und Senioren im Saal.
Sie monieren, dass, als konkretes Beispiel, der zitierte Bericht ganz ohne Beizug von Seniorenvertretern erstellt wurde. Finden es auch es auch „mager“, dass in den Schlussfolgerungen keine klar terminierten alterspolitischen Ziele zu finden sind. Der Bericht sei eine, zwar seriöse, aber ambitions- und einfallslose Fleissarbeit, erarbeitet von noch im berufstehenden Beamten.
Dass der Kanton in Zukunft weder ein Altersleitbild noch eine Fachstelle für das Alter wünsche, sei damit leider auch offensichtlich.
Sicher, man kann sich darüber streiten, ob es ein solches Leitbild oder eine dementsprechende Fachstelle braucht. Die Stimmen im Saal waren dann auch teilweise klar dafür und/oder teilweise eher skeptisch.
Aber wenn schon gesagt wird, dass Alterspolitik eine Querschnittspolitik ist, die von allen Direktionen der Regierung und der Verwaltung wahrgenommen werden müsse/muss, dann sollte auch eine brauchbare Alternative zu einer solchen Fachstelle konkretisiert und umgehend realisiert werden.
Es mag wohl ein gangbarer Weg sein, wenn man anstelle einer "Fachstelle für Alterspolitik“ eine "Koordinationsstelle für Alterspolitik" an die Sicherheits-direktion des Kantons überträgt. Nur, an wen soll man sich wenden wenn man solche Beratungsstelle einmal wirklich und dringlich braucht?
Im publizierten Bericht ist keine diesbezügliche Kontakt- Ansprechstelle mit Email-Adresse und Telefonnummer aufgeführt!
Den lebens- und wirtschaftserfahrenen SeniorInnen ist dieses Manko dann auch spontan und umgehend aufgefallen - ebenso der kontinurielich iwiederholte Hinweis auf fehlende Finanzen und angebend wohlituierten Zürcher-Senioren. Dabei dürfte es im Kanton Zürich nicht anders sein als beim Bund, wo die 55-75 –Jährigen weit überproportionale Steuerzahler sind.
Trotz vielfältiger Anmerkungen, aufbauenden Kriterien und Imputs, möchten wir daran festhalten, dass es sich lohnt diesen Bericht zu lesen und auch kritisch zu hinterfragen (erhältlich auf www.alter.zh.ch).
Der Bericht soll / muss aus Sicht der ZRV / Forum 50plus-Forumsteilnehmer nicht toter Buchstabe oder gar Makulatur sein/bleiben.
Für das ZRV- Forum 50plus ergeben sich somit die Schlussfolgerungen:
- Eine aktive Mit- und Einwirkung von Vertretern der Seniorenorganisationen hätten dem Bericht zu mehr Gehalt, Pragmatik und Umsetzungspotenzial verholfen.
- Ihr Einbezug in geplante Alterspolitiksprojekte ist nötig und unabdingbar.
- Es muss eine klar bezeichnete Stelle/Adresse geben, die man bezüglich Alterspolitik im Kanton Zürich kontaktieren kann um an die präzis zuständige Stelle zu gelangen.
- Der ZRV wird über die Alterspolitik im Kanton Zürich mit den Kantons-behörden im Gespräch bleiben, damit die guten Vor- und Ansätze des Berichts „Alterspolitik im Kanton Zürich“, nicht ignoriert oder/und in Vergessenheit geraten.
Das Thema der nächste Forumsveranstaltung vom 27. Mai beinhaltet die Revision der „Pflegeversicherung“ bzw. Pflegefinanzierung im Kanton Zürich. |
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Newsletter 02/2010
8. März 2010
Trotz krassem Nein bleibt der BVG-Umwandlungssatz ein Streitobjekt
von Hans Rudolf Schuppisser, Vorstand ZRV
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Deutlicher hätte das Nein am 7. März nicht ausfallen können. In allen Kantone haben die Stimmbürger die Reduktion des BVG-Mindestumwandlungssatzes wuchtig verworfen. Das überdeutliche Nein ist zweifellos auf einen Mangel an Vertrauen in die 2. Säule zurückführen.
Aber nicht nur! So wenig wie bei der Minarettinitiative nur die Türmchen den Ausschlag gaben, so wenig hat dieses eklatante Nein nur mit dem BVG-Mindestumwandlungssatz zu tun. |
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Die Zukunft der 2. Säule betrifft auch und gerade die Senioren- und Rentnergeneration. Selbst wenn sie von einer Anpassung des Umwandlungs-satzes nicht betroffen ist, interessiert die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Pensionskassen diese Altersgruppe sehr. Viele ältere Personen haben beim Abstimmungskampf ein ungutes Gefühl bekommen. Zu oft wurde ganz unsachlich ein Keil zwischen Jung und Alt getrieben. Das ist schade, denn es hat viele Rentner verunsichert und der 2. Säule nichts gebracht.Zwar bleibt
mit dem Nein vom 7. März die bisherige Anpassung auf 6,8 % im Jahre 2014 bestehen. Der BVG-Mindestzinssatz wird uns nach dieser Abstimmung als Streitobjekt erhalten bleiben: Bereits 2011 muss der Bundesrat aufgrund des Gesetzes einen Bericht über die Festlegung des Umwandlungssatzes vorlegen. Darauf darf man wahrlich gespannt sein! Vorerst sollte wieder Ruhe und Sachlichkeit in die Diskussion um die Berufliche Vorsorge einkehren.
Den schweizerischen Pensionskassen geht es eigentlich gut. Die Deckungsgrade haben sich wieder erholt. Ein Deckungsgrad von 100 bedeutet, dass eine Vorsorgeeinrichtung an einem Stichtag zu Marktwerten so liquidiert werden könnte, dass ihre sämtlichen Verpflichtungen voll und ganz bezahlt wären.
Man sieht also, dass wir Schweizer ein hypervorsichtiges Mass für das Risiko der Insolvenz von Pensionskassen anwenden. Ein Vorwand für eine Sanierungswelle bei der 2. Säule sollte dieses Abstimmungsresultat daher nicht sein.Für die nächste Anpassung des Umwandlungssatzes braucht es dringend bessere Grundlagen. Nur mit möglichst objektiven, umfassenden und aktuellen Statistiken sowie mit transparenten Schätzungsmethoden wird man der Bedeutung des Umwandlungssatzes gerecht. Es kann nicht sein, dass immer noch mit pauschalen Korrekturfaktoren und Hochrechnungen die Differenzen zwischen den Teilstatistiken zur Lebenserwartung bzw. zur Sterblichkeit überbrückt werden müssen. Auch für die anderen sogenannt biometrischen Faktoren, zum Beispiel für das Durchschnittsalter des überlebenden (Ehe-)Partners oder für die Wiederverheiratung von Rentnerinnen und Rentnern, braucht es offizielle Statistiken. Das Gleiche muss über die Renditezahlen und -Erwartungen von den effektiven Vorsorgevermögen gesagt werden. Auch da war man zu sehr auf grobe Schätzungen und Teilstatistiken angewiesen.
Nach diesem Abstimmungsresultat ist klar, dass sich in dieser Sache Entscheidendes tun muss. Es gilt Systemfragen zu lösen: So ist die Transparenz zu erhöhen, die Oberaufsicht zu überprüfen und die Probleme im Bereich Lebens-versicherungen sind einer Lösung zuzuführen. Nur so kann das Vertrauen in die 2. Säule nachhaltig gefestigt werden. Mehr noch: Auch und gerade in der Anlagepolitik, auch bei den Verwaltungskosten, welche zu senken sind, ist vor allem eines notwenig: verbesserte Information der Versicherten und Rentner.
Die Festlegung des BVG-Mindestumsatzes ist keine Wissenschaft, sondern schlicht politische Arithmetik! Aber auch die muss stimmen, um künftig beim Stimmbürger Vertrauen finden. |
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