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Newsletter 01/2011 – März 2011

1. Zusammenkunft 2011 des Forum 50plus - ZRV-Kollektivmitglieder zum Thema:

Missbrauch, Misshandlung und Gewalt an älteren Menschen und die Arbeit der unabhängigen Beschwerdestelle für Altersfragen UBA

Dr. H.R. Schuppisser, ZRV-Vizepräsident

Hinweise zur UBA:
An dieser Forums-Veranstaltung präsentierte uns die Leiterin der Geschäftsstelle ZH/SH die Arbeit der „Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter „(UBA). Das war gut, denn vielen Teilnehmenden war diese gemeinnützige Institution bisher nicht bekannt. UBA ist ein politisch und konfessionell neutraler Verein; er arbeitet professionell mit grosser Diskretion und berät meistens eher im Sinne der Meditation als direkt juristisch und finanziell. Anfragen an die Geschäftstellen werden grundsätzlich unentgeltlich, diskret und unbürokratisch bearbeitet. Ein Unkostenbeitrag ist freiwillig. Es gibt neben der UBA ZH/SH neuestens eine UBA Schweiz sowie eine UBA Ostschweiz und eine UBA Zentralschweiz. Das zeigt, dass ein wachsendes Bedürfnis für diese Art der Beratung und Dienstleistung besteht. Die Webseite www.uba.ch und auch ein Artikel in der Zeitschrift „50plus“ enthalten all die nützlichen Hinweise zur UBA.

Was tun ?:
Wer kennt sie nicht , die unguten Gefühle, die einen beschleichen, wenn man im Gespräch mit Bekannten, bei einem Besuch alter Menschen zuhause oder in einem Heim das Gefühl hat, es laufe etwas schief. Was tun? Einfach wegsehen, wenn jemand übervorteilt, ausgenützt oder vernachlässigt zu sein scheint? Frau Bhend erzählte anhand von konkreten und anonymisierten Beispielen wie eine Anfrage bearbeitet wird. Meist geschieht das durch freiwillige pensionierte Fachexperten auf den verschiedensten Gebieten (Betreuung, Pflege, Medizin, Psychiatrie, Versicherung, Recht, Finanzen). Sie erwähnte auch, dass sich derzeit die Anfragen in Zusammenhang mit den neuen Heimabrechnungen im Zusammenhang mit der revidierten Pflegeversicherung vermehrt haben. In der Diskussion wurde deutlich, dass das Angebot „niederschwellig“ ist. Das heisst, dass ein wirklich ungutes Gefühl bei einem erkennbaren Missstand nicht unterdrückt, sondern vielleicht zu einer Anfrage bei führen könnte.

Gemeinsame Erfahrungen nutzen:
Nach der gehaltvollen Aussprache vor dem Apéro und dem regen Gedanken-austausch, auch mit dem anwesenden Vertreter von Pro Senectute ZH, Herrn Flühmann, ergaben sich für die Beteiligten klare Schlussfolgerungen:

Die UBA sollte auch von den Seniorenorganisationen noch vermehrt zur Kenntnis genommen werden. Ferner ist es wichtig, dass der ZRV die Zusammenarbeit mit UBA und Pro Senectute auf diesem Gebiet intensiviert, um von den gemeinsamen Erfahrungen und dem vorhandenen Wissen zu profitieren.