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Newsletter 02/2013 – April 2013

Die Präsidentenkonferenz des SVS hat getagt:

Ja zur Hausarzt Initiative und waches Auge auf die Pflegversicherung

Von Dr. Hans Ulrich Kull, Vorstandsmitglied des ZRV

Der ZRV ist die kantonale Plattform für die Anliegen der „Generation 50plus“, und er ist deshalb bei der Lösungsfindung bei allen aktuellen Altersfragen mitbeteiligt. Folgerichtig ist er auch durch sachkundige Delegierte beim Schweizerischen Verband für Seniorenfragen (SVS) vertreten. - Dieser SVS hat bei seiner kürzlich durchgeführten Präsidentenkonferenz vom 30.4.13 zwei wichtigen Vorlagen grossmehrheitlich zugestimmt. 

Die „Initiative Ja zur Hausarztmedizin“ wurde am 1.4.10 vom Berufsverband „Hausärzte“  mit über 200000 Unterschriften eingereicht. Sie will eine gezielte Förderung der Hausarztmedizin. Dabei sollen die Hausärzte die primäre Anlaufstelle für alle Patienten bilden. Da bereits in wenigen Jahren über 50% der aktuell tätigen Hausärzte pensioniert sein werden, ist dem drohenden akuten Ärztemangel entgegenzuwirken. – Der knapp obsiegende Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament nimmt das Anliegen der Hausärzte ernst, er will aber, dass die Hausärzte nicht isoliert gefördert werden sollen, sondern nur als Teil einer umfassenden medizinischen Grundversorgung (neben Pflegefachpersonen sowie Apotheken). – Gleichzeitig legte Bundesrat Alain Berset zur raschen Lösung der dringendsten Probleme der Hausarztmedizin, in Absprache mit der Gesundheitsdirektorenkonferenz und anderen relevanten Partnern im Gesundheitswesen, einen Masterplan vor. Damit sollen die wichtigsten Forderungen der Volksinitiative erfüllt werden. Er behandelt die aktuellsten Probleme wie Aus- und Weiterbildung, Forschung, Finanzierung der Grundversorgung und Revision des Medizinalberufegesetzes. – Der SVS heisst nun dieses Vorgehen von Bundesrat und Parlament gut und unterstützt den direkten Gegenvorschlag zur Initiative „Ja zur Hausarztmedizin“, und er setzt auf eine rasche Umsetzung des Masterplanes im Sinne von Sofortmassnahmen (vor allem Förderung der Grundversorgung, Überarbeitung des TARMED und Neuregelung der Labortarife).

Die Präsidentenkonferenz des SVS befasste sich auch mit der Neuordnung der Spitalfinanzierung (SwissDRG) und auf deren grossen Einfluss auf die Pflegefinanzierung. Es hat sich deutlich gezeigt, dass noch viele Baustellen nicht bereinigt sind: eine einheitliche Regelung auf Bundesebene fehlt, ausserkantonale Pflegeheimaufenthalte sind noch problematisch, die akute- und Übergangspflege ist mit wenigen Ausnahmen finanziell noch nicht geregelt. Problematisch ist die Unterscheidung zwischen Pflege- und Betreuungskosten, und die Patienten sind dementsprechend oft der Willkür der Heimbetreiber ausgeliefert. – Die Gesundheitskommission SVS wird deshalb gebeten, diese offenen Fragen aktiv zu bearbeiten und dem Vorstand SVS die notwendigen Lösungsanträge vorzulegen. 

Es ist wirklich zu hoffen, dass der steinige Weg im schweizerischen Gesundheitswesen zielgerichtet und rasch überwunden werden kann.

Dr.med. Hans-Ulrich Kull, Küsnacht

 

Bericht aus dem Schweizerischen Seniorenrat (SSR)

Karl Vögeli präsidiert

Von HR. Schuppisser, Vizepräsident des ZRV

Zu Beginn des Jahres wechselte turnusgemäss das Co-Präsidium des Schweizerischen Seniorenrates zu Karl Vögeli, dem Vertreter des Schweizerischen Verbandes für Seniorenfragen (SVS). Ihm zur Seite steht neu Michel Pillonell, als Co-Präsident des anderen Trägerverbandes, der Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfe-Organisationen der Schweiz (VASOS). Ganz zu Beginn des Jahres fanden auch die üblichen Koordinationsgespräche zwischen den beiden Co-Präsidien und Fraktionsspitzen sowie zwischen den Verbandspitzen der beiden Trägerverbände statt. Beide Verbandspitzen kamen überein, ihre Zusammenarbeit auf der Basis der bestehenden Struktur und Statuten des SSR und des Leistungsvertrages mit dem Bund fortzusetzen.

 

Bericht aus dem Schweizerischen Verband für Seniorenfragen (SVS)

Die neuen Delegierten im SSR

Der Schweizerische Verband für Seniorenfragen führte am 13. März seine gut besuchte Generalversammlung im SUVA-Zentrum Rösslimatt in Luzern durch.
SVS-Präsident aNR Hans Werner Widrig konnte bei dieser Gelegenheit die Aufnahme der SUVA-Pensioniertenvereinigung und des Forum Luzern60plus vornehmen. Nach einem sympathischen Grusswort des Luzerner Regierungspräsidenten Guido Graf trug der Hausherr, SUVA-Präsident aNR Franz Steinegger, einige gehaltvolle „Gedanken zum Schweizerischen Sozialversicherungssystem“ vor. Vor allem erinnerte er daran, dass die SUVA seit 1912 ein wichtiger Pfeiler der schweizerischen Unfallversicherung und –prävention ist.

Die Wahl der SSR-Delegierten (Amtsperiode von 4 Jahren) und des SSR Co-Präsidenten (Amtsperiode von 2 Jahren, 2014 und 2015) bildete eines der Hauptgeschäfte dieser DV. Auf Antrag der SVS-Präsidentenkonferenz wurde Karl Vögeli ohne Gegenstimme als Co-Präsident des SSR wiedergewählt. Bei den Delegierten standen 17 Kandidaten für 16 Sitze zur Verfügung. Alle Bisherigen wurden wiedergewählt zudem wurden 5 neue Delegierte bzw. Ersatzdelegierte in den SSR gewählt. Somit sind vom ZRV H.R. Schuppisser (SVS-Fraktionschef) und R. Garo (SSR-Qästor) als Delegierte sowie vom RSVWinterthur Karl Vögeli (Co-Präsident SVS) wieder in den SSR gewählt worden.

Hauptthema der Präsidentenkonferenz vom 30. April war die Gesundheitspolitik. Mit bekannten Gesundheitspolitikern der alten vier Bundesratsparteien wurde zwei Fragen diskutiert: „Spitalfinanzierung ändert die Pflegefinanzierung?!“ und „200 Millionen mehr für die Hausärzte?“.

H.R. Schuppisser, Fällanden

 

Senioren-Fahrberatung in Volketswil

Ein Erfahrungsbericht

Von Hansruedi Schuppisser, Vizepräsident des ZRV

Gestützt auf die Ausschreibung des ZRV habe ich mich am 13. Mai 2013 in der Mall des Volki-Land am Stand der „Fahrschulen-Zürcher Oberland“ gemeldet. Ich wollte die Gelegenheit nutzen und meine Fahrtüchtigkeit von einer Fachperson beurteilen lassen.
Zum Auftakt setzte ich mich in den Fahrsimulator. Es galt, die Bremsfertigkeit bei einem Vollstopp zu testen. Mir missglückte der erste Versuch gründlich und auch beim zweiten Anlauf schaffte ich die erforderliche Reaktion nicht.
Das gab mir zu denken! Ist mit 76 Jahren die Zeit gekommen, den Fahrausweis abzugeben?
Anschliessend begleitete mich der Fahrlehrer, Herr R. Weber, zu meinem Wagen. Und los ging's. Die Teststrecke führte auf einer Runde um den Flughafen Dübendorf, auf der viele typische Fahrsituationen inklusive Autobahn vorkamen. Ich wollte unterwegs möglichst alles richtig machen und konzentrierte mich entsprechend, bin ich mir doch immer wieder der Tragweite von Verkehrsunfällen bewusst. Dass ich schon nach den ersten Metern ein Stoppsignal missachtete, hörte ich dann bei der Schlussbesprechung. Herr Weber besprach nicht nur diesen Fehler sondern wies auf besondere Situationen hin und gab dazu Fahrtipps. So fuhr ich entlang einer Einfamilienhaussiedlung auf einer Strasse ohne Trottoir zu unbekümmert, das heisst, ohne bewusst bremsbereit zu sein. Er wies auch darauf hin, dass heute beim Spurwechsel nach rechts der Blick in den Spiegel und seitwärts durchs rechte Seitenfenster zurück verlangt wird. Auch meine Eigenheit, erst die Kupplung zu drücken und dann auf’s Bremspedal zu treten, wurde bemerkt. Dadurch geht im entscheidenden Moment kostbare Zeit verloren. Zur Sprache kam auch, dass der Tempomat innerorts zum gleichförmigen Rollen mit 50 km/h verleitet, was jedoch zu Lasten des dynamisch-achtsamen Lenkens gehen kann. Am Schluss war es ermutigend, vom Fahrlehrer zu hören, ich könne meinen Fahrausweis ruhig noch behalten.
Mein Fazit: Es war eine lehrreiche Fahrberatung, die mir der Fachmann, Herr R. Weber, ermöglicht hat. Ich nehme mir die Kritik und die wertvollen Ratschläge und Hinweise zu Herzen. Und obendrein weiss ich: Der Obolus von Fr. 20.-, den zu entrichten ich gerne bereit war, wird an die Stiftung Wagerenhof in Uster weitergeleitet.
Alle Achtung!