Logo Zürcher Senioren- und Rentner-Verband

Forchstrasse 145
8032 Zürich
Tel. 044 422 81 00
Fax 044 422 81 62
info@zrv.ch
www.zrv.ch

Newsletter 07/2010 – Dezember 2010

4. Zusammenkunft 2010 des Forum 50plus - ZRV-Kollektivmitglieder zum Thema:

Was macht eigentlich der Schweizerische Seniorenrat ?

Dr. H.R. Schuppisser, ZRV-Vizepräsident

Im Zentrum der diesjährig letzten Forumsveranstaltung stand nebst einer Rückschau auf ein aktives und erfolgreiches Jubiläumsjahr 2010, ein Vortrag über den Schweizerischen Seniorenrat (SSR).

Der gut besuchte Anlass für Vertreter der Kollektivmitglieder und Partner-organisationen des Zürcher Senioren- und Rentner-Verbandes fand am 16. Dezember im Quartiertreff Hirslanden statt. Gastreferent war Karl Vögeli, Copräsident des Schweizerischen Seniorenrats (SSR). Er wurde 2010 seitens des Schweizerischen Seniorenverbandes (SVS) gewählt, um zusammen mit Christiane Jacquet-Berger von der Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfeorganisationen (VASOS) das Präsidium des SSR paritätisch führen. Sein Amtsantritt fiel in ein Übergangsjahr, in dem der SSR bedeutende personelle und organisatorische Herausforderungen zu meistern hatte.

Karl Vögeli kam überraschend zu seinem Amt, weil seine Vorgängerin Dr. Klara Reber gestorben war. Er liess durchblicken, dass ihn die Fülle der Probleme überrascht hat: Einerseits führte der plötzliche Ausfall und Hinschied der geschäftsführenden Sekretärin in der Geschäftsstelle des SSR zu einer Vakanz und zu vielen Pendenzen, was nicht einfach zu überbrücken war. Anderseits verband der Bund neu die gewährten Beiträge mit einem Leistungsvertrag, was eine neue Rechtsform des paritätisch strukturierten SSR erforderte.

Dieser Leistungsvertrag wurde 2010 besiegelt und tritt jetzt ab 2011 in Kraft. Somit mussten 2010 die Statuten, Reglemente und Dokumente an die neue Rechtsform eines Vereins angepasst werden. Zudem musste all dies von den Trägerorganisationen SVS und VASOS separat genehmigt werden. Ferner waren die Organe statutenkonform neu zu bestimmen und zu wählen, so dass ab 2011 alles in der neuen Form funktionieren kann.

All das band viele Kräfte und reduzierte vorübergehend die Aussenwirkung des SSR. Karl Vögeli passt das nicht. Er lobte jedoch die geleistete Arbeit in den themenbestimmten Arbeitsgruppen des SSR. Diese hatten auch 2010 zu anfallenden Fragen in den Bereichen „Gesundheit“, „Soziale Sicherheit“, „Raumplanung/Wohnen /Verkehr“, „Grundlagen und Forschung“ Stellung bezogen. Karl Vögeli kündigte aber an, dass die Vertretung der Senioren-anliegen ab 2011 beim SSR wieder Priorität haben soll. Fest steht, dass der Bund 2011, im „Jahr der Freiwilligenarbeit“, Stellungnahmen zu diesem Thema wünscht, aber auch zu Migrationsfragen der älteren Generation. Zudem steht fest, dass weitere hängige und dringende Altersfragen, wie Gesundheitskosten, Wohnen, Autonomie und Mobilität im Alter, den SSR weiter beschäftigen werden.

Die zahlreich erschienen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich interessiert und engagiert. Jedenfalls entzündete sich eine lebhafte Diskussion zum Thema „Wohnen und Eigenmietwert“. Die Debatte hätte noch lange angedauert, wenn nicht Anton Schaller schliesslich das Schlusswort ergriffen und zum traditionellen Jahresschluss-Apéro eingeladen hätte. Den wollten sich die Anwesenden in diesem gemütlichen Rahmen dann doch nicht entgehen lassen – und schliesslich wird es auch an den ZRV-Foren 2011 wieder genug wichtige Themen zu besprechen geben.