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Newsletter 07/2011 – Dezember 2011

3. Zusammenkunft 2011 Forum 50plus-ZRV,
für Delegierte von Kollektivmitgliedern und Partnerorganisationen.

zum Thema Seniorenpolitik 2011:

“Rück- und Ausblick aus Sicht der Pro Senectute
des Kantons Zürich“

Von Hans Rudolf Schuppisser, Vizepräsident ZRV

Zum dritten ZRV-Forum 50plus im Quartiertreff Hirslanden konnte der Präsident Anton Schaller nebst dem Referenten auch zwei Vertreterinnen des „Kompetenzzentrum für Plastizität im Alter“ der Universität Zürich, als Gäste begrüssen.

H.R. Schuppisser, Forumsverantwortlicher, stellte den Referenten vor, Franjo Ambroz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Pro Senectute Kanton Zürich, (im Folgetext PSZH). Herr Ambroz verstand es, den zahlreichen Anwesenden die vielfältigen Tätigkeiten der Pro Senectute im Kanton Zürich nahe zu bringen. Er vermittelte den Zuhörenden dabei auch das Bild eines Kantons mit 171 gänzlich unterschiedlichen Gemeinden; unterschiedlich vor allem auch was die Alterspolitik anbetrifft. Nur schon die holperige Einführung der revidierten Pflegeversicherung per 1.1. 2011 illustrierte dass wohl eine Mehrheit der Gemeinden von diesem neuen Pflegefinanzierungskonzept überrascht und gefordert - zum Teil gar überfordert wurde.

Da der Kanton Zürich, als einer der wenigen von 26 Kantonen, keine erkennbare Alterspolitik und kein Altersleitbild hat, konnte und musste PSZH bei der Einführung der neuen Pflegefinanzierung beratend eingreifen. Dies damit die Revision wenigstens im Hinblick auf das Jahr 2012 - parallel zur neuen Spitalfinanzierung im Kanton Zürich - gesetzeskonform abgewickelt wird. Ein Beispiel nur, das aufzeigt, dass sich PSZH, seit ihrem Gründungjahr 1917 in Winterthur, vom reinen „Hilfswerk für bedürftige Greise“ zu einer Dienstleistungs-Organisation - mit 330 Mitarbeitenden (190 Vollzeitstellen) und ungefähr 3000 Freiwilligen - entwickelt hat.

PSZH ist regional organisiert mit Standorten/Dienstleistungscenters in Zürich (DC Zürich), Bülach (DC Unterland/Furttal), Winterthur (DC Winterthur und Umgebung/Weinland), Wetzikon (DC Oberland), Meilen (DC Pfannenstiel), Horgen (DC Zimmerberg) und Schlieren (DC Limmattal/Knonaueramt). Die Dienstleistungen sind vielfältig und gehen von Sozialberatung über Hilfen zu Hause, Finanzberatung mit Betreuung, Freizeitgestaltung hin bis zur institutionellen Beratung,wie es das angeführte Beispiel "Pflegefinanzierung" zeigt.

Bei der anschliessenden Gesprächsrunde zeigte sich, dass diese regionale PSZH-Organisation, mit ihrem breit gefächerten Angebot, den meisten Forums-Anwesenden nicht wirklich bekannt war. So musste und konnte Herr Ambroz viele Fragen beantworten. Dabei ergab sich unter anderem, dass auch Pro Senectute alterspolitische Probleme erkennt und daraus politische Forderungen an den Kanton und den Bund ableitet.

Aus Sicht des ZRV ergeben sich damit einige wichtigen Berührungspunkte wie zum Beispiel die Pflegefinanzierung. Diesbezüglich wurde vereinbart, dass PSZH und ZRV in Kontakt bleiben, um allenfalls gemeinsam beim Kanton vorstellig zu werden.

Anschliessend wies Anton Schaller auf kommende Veranstaltungen hin und erwähnte das geplante, reichhaltige ZRV-Eventprogramm für das Jahr 2012 - mit besonderem Hinweis auf die ZRV-Generalversammlung vom 29. März 2012.

Die Idee der, seit zwei Jahren, vom ZRV initiierten 50plus-Foren „zur Förderung der Kontakte unter den diversen Altersinstitutionen“, ist numher beliebt und scheint sich zu bewähren/etablieren.

H.R. Schuppisser orientierte über die nächsten Forumstermine 2012, für Delegierte von Kollektivmitgliedern und Partnerorganisationen: 14. März in Winterthur; 10. Mai in Zürich, 23.November in Zürich. Alle Veranstaltungen werden laufend separat kommuniziert (Einladungen).

Und „last but not least“ folgte der traditionelle Ende-Jahr-Apéro, der die Gläser zum Klingen brachte und zu regem Gedankenaustausch unter den Teilnehmenden animierte.